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Prüfungsinformationen Verkäuferin / Verkäufer

Die Prüfungstermine für kaufmännische Ausbildungsberufe sind von der Industrie- und Handelskammer bundeseinheitlich geregelt.
Für den Abschluss der Verkäufer/-innen wird weiterhin eine Zwischenprüfung als Kenntnisprüfung durchgeführt und zum Ende der Ausbildung eine Abschlussprüfung. Die 90-minütige Zwischenprüfung findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt und deckt den Prüfungsbereich „Verkaufsprozesse“ ab.
Die Abschlussprüfung deckt die Prüfungsbereiche „Verkauf und Werbemaßnahmen“ (schriftlich, 90 Minuten), „Warenwirtschaft und Kalkulation“ (schriftlich, 60 Minuten), „Wirtschafts- und Sozialkunde“ (schriftlich, 60 Minuten) sowie „Fachgespräch in der Wahlqualifikation“ (mündlich, maximal 20 Minuten) ab. Die jeweiligen Aufgabensätze bestehen aus gebundenen und ungebundenen Teilaufgaben, d.h. die Antworten müssen teils aus vorgegebenen Antwortmöglichkeiten ausgewählt als auch freischriftlich formuliert werden. Lediglich der Prüfungsbereich „Verkauf und Werbemaßnahmen“ wird ausschließlich in ungebundener Form geprüft.

Verkürzung der Ausbildungszeit

Verkürzung der Ausbildungszeit
Für diejenigen Auszubildenden, die ihre Ausbildungsdauer verkürzen möchten, gelten bestimmte Voraussetzungen:
Unabhängig von den Leistungen, die während der Ausbildung erbracht werden, kann die ursprüngliche Lehrgangsdauer um bis zu sechs Monate verkürzt werden, sofern du mindestens eine Fachoberschulreife vorweisen kannst. Weist du eine Fachhochschulreife oder eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung vor, lässt sich die Ausbildungsdauer um 12 Monate verkürzen. Gleiches gilt, wenn du vor Beginn der Ausbildung über 21 Jahre alt bist.
Erzielst du sowohl in der betrieblichen Ausbildung als auch in den berufsbezogenen Fächern in der Berufsschule gute Leistungen (Durchschnittsnote < 2,5), kannst du als Auszubildender bei der IHK eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung beantragen und so um weitere 6 Monate verkürzen.
Hast du eine Ausbildung begonnen und möchtest diese im selben Beruf fortsetzen, hast du die Möglichkeit, die bisher absolvierte Ausbildungsdauer ebenfalls ganz oder teilweise anrechnen zu lassen.
Verschiedene Verkürzungsgründe lassen sich auch kombinieren, solange folgende Mindestausbildungszeiten eingehalten werden:

  • Bei einer Regelausbildung von 42 Monaten beträgt die Mindestausbildungszeit 24 Monate
  • Bei einer Regelausbildung von 36 Monaten beträgt die Mindestausbildungszeit 18 Monate
  • Bei einer Regelausbildung von 24 Monaten beträgt die Mindestausbildungszeit 12 Monate

Gliederung der Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung gliedert sich in Berufsbildpositionen und Wahlqualifikationen.
Die schulisch zu vermittelnden Berufsbildpositionen sind:

  1. Waren- und Dienstleistungsangebot des Ausbildungsbetriebes
  2. Warenpräsentation und Werbemaßnahmen
  3. Preiskalkulation
  4. Warenbestandskontrolle
  5. Warenannahme- und lagerung
  6. Verkauf von Waren
  7. Servicebereich Kasse

Diese Kernqualifikationen sind durch eine der folgenden Wahlqualifikationen zu ergänzen, die Wahl muss im Ausbildungsvertrag festgehalten werden. Der Zeitrahmen für die Wahlqualifikation beträgt 12 Wochen:

  1. Sicherstellung der Warenpräsenz
  2. Beratung von Kunden
  3. Kassensystemdaten und Kundenservice
  4. Werbung und Verkaufsförderung

Neben den schulisch zu vermittelnden Qualifikationen werden dir auch im Betrieb Kernqualifikationen vermittelt, die dich auf zukünftige Aufgaben innerhalb des Ausbildungsbetriebes vorbereiten sollen. Dazu zählen:

  1. Berufsbildung, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften
  2. Bedeutung und Struktur des Einzelhandels und des Ausbildungsbetriebes
  3. Information und Kommunikation
  4. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  5. Umweltschutz

Berufsbezeichnung / Dauer / Art der Ausbildung

Die Ausbildung zum/-r „Verkäufer/-in“ dauert in der Regel zwei Jahre und findet in der Berufsschule als auch im Betrieb statt- es handelt sich also um eine duale Ausbildung.

Schulische Voraussetzungen

Eine offizielle Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum/-r Verkäufer/-in besteht nicht, jedoch hast du erfahrungsgemäß mit mittlerem Schulabschluss bessere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, als mit einem Hauptschulabschluss. Von besonderer Bedeutung sind gute Noten in den Hauptfächern Deutsch und Mathe.

PersönlicheKompetenzen

Jeder Beruf erfordert in Abhängigkeit von den zu bewältigenden Aufgaben bestimmte Kompetenzen. Verfügst du über die meisten der gelisteten Kompetenzen, macht dich das zu einem besonders geeigneten Auszubildenden und wird dir die Ausbildung erleichtern.
Zu den förderlichen Kompetenzen angehender Verkäufer/-innen zählen u. a.:

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Mathematisches Verständnis
  • Authentizität
  • Organisationsfähigkeit
  • Sorgfältiges Arbeiten
  • Kunden- und Serviceorientierung

Aufgabengebiete / Tätigkeiten

Als Verkäufer/-in übernimmst du nicht nur Aufgaben in den Verkaufsräumen, sondern bist auch in der Warenbeschaffung und im Lagerwesen eingebunden. Im Folgenden haben wir einige beispielhafte Tätigkeiten für dich aufgeführt:

  • Individuelle Kundenbetreuung
  • Aneignung von Produktkenntnissen
  • Bestellung von Waren
  • Warenannahme
  • Dekoration von Verkaufsräumen
  • Auffüllen von Warenbeständen
  • Inventuren
  • Produktverkauf
  • Kassieren und Erstellen von Kassenberichten
  • Reklamationsbearbeitung

Berufsspezfische Branchen

Verkäufer/-innen sind mehrheitlich in Einzelhandelsunternehmen angesiedelt. Die Ausbildung kann aber auch in der Vermietungsbranche absolviert werden.

Ausbildungsvegütung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist abhängig von deinem Ausbildungsbetrieb, der zugehörigen Branche und der Region. Sofern dein Arbeitgeber an einen Tarifvertrag gebunden ist, sind auch die Ausbildungsvergütungen tariflich festgelegt.
Im Jahr 2016 erhielten Auszubildende zum/-r Verkäufer/-in durchschnittlich folgende tarifliche Ausbildungsvergütungen:

  1. Ausbildungsjahr: ca. 714 Euro
  2. Ausbildungsjahr: ca. 796 Euro

Bei nicht tarifgebundenen Ausbildungsbetrieben kann die Vergütung deutlich von dem Durchschnittswert abweichen.

Ausbildung und dann?

Nach deiner Ausbildung zum/zur Verkäufer/-in kannst du dich innerhalb eines Jahres zum/zur Kaufmann/Kauffrau für Einzelhandel weiterbilden und so deine Kenntnisse und Fähigkeiten ausbauen. Im Anschluss bietet dir die höhere Berufsbildung anerkannte Aufstiegsfortbildungen zum/-r Handelsfachwirt/-in oder sogar zum/zur Handelsbetriebswirt/-in an. Mit diesem nächsten Schritt auf der Karriereleiter kannst du nicht nur deine Position verbessern, sondern auch dein Gehalt. Sogar die Möglichkeit eines Hochschulstudiums steht dir nach einer Aufstiegsfortbildung zum/-r Fachwirt/-in offen.

Besonderheiten / Weitere Informationen

Die Ausbildungsverordnung für die Berufe „Verkäufer/-in“ wurde zum 1. August 2017 aktualisiert. So wurden die Wahlqualifikationen inhaltlich überarbeitet und neu benannt. Die mündliche Abschlussprüfung („Fachgespräch in der Wahlqualifikation“) soll sich zukünftig stets auf den im Betrieb vermittelten Warenbereich beziehen- unabhängig von der vereinbarten Wahlqualifikation.

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